Feuer in Holzhandlung Biehl

Knapp einer Katastrophe entging die Stadt Itzehoe am Morgen des 09.05.1988. An diesem Morgen wurde das Traditionsunternehmen Holzhandlung Biehl im Herzen der Störmetropole, ein Raub der Flammen.

Nur der Tatsache, dass an diesem Morgen statt des üblichen Nord-Westwindes ein starker Ostwind wehte, ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf die Innenstadt übergriff. Durch diese Fügung, wurde daher "nur" das freie Bahngelände und angrenzende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem angrenzenden, zum Bahngelände gehörenden, Parkplatz abgestellte Fahrzeuge wurden durch das Feuer vernichtet. Ein vor den Gleisen in unmittelbarer Nähe des Brandobjektes stehendes Gebäude, Biehl1das ursprünglich zur Übernachtung des fahrenden Bahnpersonals diente, wurde ebenfalls ein Raubder Flammen. Am folgenden Tag bot dieses Gebäude einen Anblick wie nach einem Bombenangriff. Die Schwellen der Bahngeleise begannen durch die Hitzeentwicklung zu verkohlen, und der auf der gegenüberliegenden Seite befindliche Bahndamm begann zu brennen. Das Ausmaß dieses Feuers kann man daran erkennen, dass die auf der anderen Seite des Bahngeländes liegenden Gebäude der Fa. Ennulat und Zunker ebenfalls durch den Funkenflug in akute Gefahr gerieten und ein Übergreifen des Feuers nur durch ein beherztes Eingreifen der Feuerwehrleute verhindert werden konnte.

Eine zusätzliche Gefahr ging von in der Nähe des Brandortes abgestellten Bahnwaggons aus, die mit Gefahrgut beladen waren. Lokführer und Rangierer mussten geweckt werden. In fieberhafter Eile fuhren sie die Waggons aus dem Gefahrenbereich. Auf Grund der Entwicklung des Feuers wurden vorsorglich die Anwohner zweier Häuser in der Bahnhofstraße evakuiert. Sie konnten erst im Laufe des Tages wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hinein. Zurück blieb ein 40.000 qm großes Trümmergelände mit einer Schadensumme von ca. 5 Millionen DM. Da das Feuer an verschiedenen Stellen ausbrach, ging die Polizei von einer Brandstiftung aus.

Besonders zu erwähnen ist im Zusammenhang mit diesem Feuer die gute Zusammenarbeit mit den angrenzenden Wehren.

Tatkräftige Unterstützung der Itzehoer Kameraden erfolgte durch die Feuerwehren aus Oelixdorf, Heiligenstedten, Kremperheide, Breitenburg-Nordoe und Münsterdorf.

 

 

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